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Wirtschaftskurier: „Innovation und Trends“

Jedes Jahr verleiht das Deutsche Institut für Erfindungswesen (DIE) die Dieselmedaille. Die renommierte Auszeichnung haben so berühmte Persönlichkeiten wie Claudius Dornier oder Gottlob Bauknecht erhalten. Der Preis wird in vier Kategorien vergeben.

In dieser Ausgabe stellen wir die Nominierten für die ,,Nachhaltigste Innovationsleistung“ vor.

Wirtschaftskurier: „Innovation und Trends“

Deutschland braucht Erfinder – und Erfinder brauchen Motivation. Doch um die Innovationskultur ist es in Deutschland nicht zum Besten bestellt. Deshalb verleiht das Deutsche Institut für Erfindungswesen (DIE) jedes Jahr die Dieselmedaille. Die Nominierungen in vier Kategorien sind bereits erfolgt.

In dieser Ausgabe stellen wir die vier Kandidaten vor in der Kategorie:
Erfolgreichste Innovationsleistung.

Konstruktion & Engineering: Exklusivinterview zur Dieselmedaille: ,,Die Erfindung des Rads war schon ganz gut“

Exklusivinterview zur Dieselmedaille: Unlängst hat das Deutsche Institut für Erfinderwesen (D.I.E.) die Nominierungen für die diesjährige Verleihung der Dieselmedaille bekannt gegeben.
Grund genug, um mit dem Vorsitzenden des D.I.E., Dr. Heiner Pollert, über die höchste Auszeichnung für Erfinder und angrenzende Themen zu sprechen.

BVMW und Deutsches Institut für Erfindungswesen vereinbaren Kooperation

Für eine stärkere Förderung der innovativen Klein- und Mittelbetriebe hat sich der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, ausgesprochen. ,,Tüftler, Erfinder und Produktentwickler aus dem Mittelstand sichern die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland. Wir haben etwa 1.200 Hidden Champions aus dem Mittelstand, die Weltmarktführer in ihren Branchen sind. Dem muss endlich auch die staatliche Forschungsförderung Rechnung tragen“.

Es könne nicht sein, dass heute mehr als 80 Prozent der staatlichen Forschungsförderung an Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern fließen, betonte der Mittelstandspräsident. Damit erhalte jedes dritte Großunternehmen Fördermittel. ,,Der innovative Mittelstand geht dagegen weitgehend leer aus.“ Er schlug für kleine und mittlere Unternehmen einen Fördersatz über 25 Prozent der Personalkosten vor.

Die Förderung der Innovationskultur hat sich in besonderer Weise das Deutsche Institut für Erfindungswesen (D.I.E.) zum Ziel gesetzt. Es verleiht seit rund 60 Jahren die renommierte Dieselmedaille (www.dieselmedaille.de) an herausragende Forscher und Entwickler, gerade auch in mittelständischen Betrieben.

BVMW und D.I.E. haben jetzt eine enge Kooperation zum Aufbau der D.I.E.-Academy vereinbart. ,,Wir sind überzeugt davon, dass unser Wirtschaftsstandort ein deutlich höheres Innovationspotenzial aufweist, als bisher ausgeschöpft wird. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, die vielen genialen Entwicklungen im Land der Ideen konsequent zu fördern und ihre wirtschaftliche Kraft voll zu entfalten“, begrüßte Dr. Heiner Pollert, Erster Vorsitzender des D.I.E., die Zusammenarbeit.

Verleihung Dieselmedaille 2010: „Erfinderpreis“ verliehen

DIE gibt die vier Gewinner der Dieselmedaillen 2010 bekannt:

Das Deutsche Institut für Erfindungswesen hat im Rahmen einer feierlichen Verleihung im Ehrensaal des Deutschen Museums in München die vier Träger der Dieselmedaille 2010 bekannt gegeben.

Im Beisein von rund 150 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Medien hat das Deutsche Institut für Erfindungswesen (DIE) am Dienstag die Träger der Dieselmedaille 2010 bekannt gegeben. Aus insgesamt 16 Nominierungen wählte das Diesel-Kuratorium unter Vorsitz von Prof. Dr. Alexander Wurzer vier Preisträger aus, die den Gedanken der Dieselmedaille – herausragende Geistige Schöpfung und unternehmerischen Erfolg – in besonderer Weise verkörpern. Zusammen mit Dr. jur. Heiner Pollert, Erster Vorsitzender des DIE, verlieh Professor Wurzer die Dieselmedaillen in vier Kategorien.

Den Preis in der Kategorie ,,Erfolgreichste Innovationsleistung“ nahm Friedhelm Loh für sein Unternehmen Rittal (Herborn) entgegen. Loh hat das Unternehmen seines Vaters, das auf die Herstellung von Schaltschränken für Maschinensteuerungen, Server und andere IT-Systeme spezialisiert ist, seit den 70er Jahren zu einem Global Player mit rund 11.000 Mitarbeitern in fünf weiteren Firmen der Friedhelm Loh Group ausgebaut. Die Laudatio zu dieser beeindruckenden unternehmerischen Technologie-Erfolgsgeschichte hielt Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der der Fraunhofer-Gesellschaft.

In der Kategorie ,,Nachhaltigste Innovationsleistung“ überzeugte das Frankfurter Unternehmen Geohumus International, das durch Geschäftsführer Dr. Wulf Bentlage vertreten war. Laudatorin Beate Wedekind, Publizistin, wies in ihrer Rede auf die enormen Bedeutung hin, die der Wasser- und Nährstoffspeicher Geohumus – ein Bodengranulat, das in geringer Menge in den Boden eingebracht wird und die Wasserspeicherung in der Erde maßgeblich verbessert – nicht nur in wasserarmen Regionen in Afrika, sondern auch bei Park- und Grünanlagen in Deutschland und Amerika hat.

Die Dieselmedaille für die ,,Beste Innovationsförderung“ wurde an die Europäische Patentakademie (München) vergeben. Zu den Aufgaben der vom Europäischen Patentamt im Jahr 2004 gegründeten Akademie gehören neben der Aus- und Weiterbildung von Personal der nationalen Patentbehörden auch die Schulung von Patentrichtern, die Weiterbildung von Patentspezialisten in Unternehmen, vor allem in kleineren Betrieben, und die Sensibilisierung von Forschungseinrichtungen und Universitäten für gewerblichen Rechtsschutz.

Den Preis nahmen Lex Kaufhold, Mitglied des Verwaltungsrats der Europäischen Patentorganisation (EPO), Wim van der Eijk, Vizepräsident Generaldirektion 5 des Europäischen Patentamts sowie Patentakademie-Leiter Helge Rasmussen entgegen. Die Laudatio wurde gehalten von Professor Dr. Joseph Straus, emeritierter Direktor des Max-Planck-Instituts für Geistiges Eigentum.

In der vierten Kategorie ,,Beste Medienkommunikation“ überzeugte die Zeitschrift ,,Innovationsmanager“ des Frankfurter F.A.Z.-Instituts. Das seit 2008 vierteljährlich erscheinende Magazin beschäftigt sich aus einer ganzheitlichen Perspektive heraus mit dem Thema Innovation und vermittelt komplexe Inhalte praxisnah und anschaulich, um den Blick für den Gesamtprozess von der Idee bis in den Markt zu schärfen. Tageschau-Sprecher Jan Hofer würdigte den Preisträger in einer Laudatio, der Preis wurde entgegengenommen von Volker Sach, Geschäftsführer des F.A.Z.-Instituts sowie Markus Garn, Leiter Innovationsprojekte beim F.A.Z.-Institut.

Die Auswahl der Gewinner fand durch eine Abstimmung statt, an der Mitglieder des DIE sowie die Mitglieder des Dieselkuratoriums beteiligt waren.

DIE Vorstand Dr. Heiner Pollert betonte die hohe gesellschaftliche Bedeutung von Erfindungen und ihrer marktgerechten Umsetzung: „So viel ist klar: ohne maßgebliche technologische Innovationen können wir in Europa unseren Lebensstandard nicht aufrechterhalten, deshalb kämpfen wir im Deutschen Institut für Erfindungswesen für eine Verbesserung der Innovationskultur in unserem Land.“

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