München, 29. November 2013 – Dr. Christof Bosch (Bosch-Gruppe), Dr. Jörg Mittelsten Scheid (Vorwerk), Wissen vor acht (ARD) und Stiftung Jugend forscht wurden heute vom Deutschen Institut für Erfindungswesen mit der Dieselmedaille 2013 ausgezeichnet.

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(v.l.n.r.) Jörg Mittelsten Scheid (Vorwerk),  Dr. Sven Baszio (Stiftung Jugend forscht), Vince Ebert (Wissen vor acht) Anja Reschke (Wissen vor acht),  Dr. Christof Bosch (Bosch-Gruppe)

 

Im Beisein von über 200 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Medien hat das Deutsche Institut für Erfindungswesen (DIE) am Freitag im Ehrensaal des Deutschen Museums in München  die Träger der Dieselmedaille 2013 bekannt gegeben. Aus insgesamt 16 Nominierungen wählte das Diesel-Kuratorium unter Vorsitz von Prof. Dr. Alexander Wurzer vier Preisträger aus, die den Gedanken der Dieselmedaille  in besonderer Weise verkörpern. Die diesjährigen Gewinner stehen damit in einer Reihe mit den mehr als 400 Dieselmedaillen-Trägern, die mit dem ältesten Innovationspreis Deutschlands seit 1952 ausgezeichnet wurden. Zu den renommierten Preisträgern der letzten Jahrzehnte gehören Erfinder, Innovatoren und Förderer der deutschen Innovationslandschaft wie Carl Friedrich Benz, Ferdinand Zeppelin, Roland Faber-Castell, Claudius Dornier, Gottlob Bauknecht, Walter Storz, Ludwig Bölkow, die Nobelpreisträger Hermann Staudinger und Ernst Ruska und in jüngster Zeit Fritz Sennheiser, Anton Kathrein, Friedhelm Loh, Hans Peter Stihl und die SAP-Gründer Dietmar Hopp und Hasso Plattner.

 

Nach den Begrüßungsreden durch Dr. Klaus Freymann, stellvertretender Generaldirektor des Deutschen Museums sowie Franz Josef Pschierer, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, das in diesem Jahr erstmals die Schirmherrschaft übernommen hat, wurden die Gewinner gewürdigt.

Gewinner in der Kategorie „Erfolgreichste Innovationsleistung“ ist in diesem Jahr Dr. Christof Bosch, Sprecher der Familie Bosch. Ausgezeichnet wurden herausragende Technologieführerschaft, Innovationskraft und Erfindergeist in den vielfältigen Bereichen der Robert Bosch GmbH.  Die Laudatio zu dieser Technologie-Erfolgsgeschichte hielt Dr.-Ing. Herbert Diess, Vorstand Entwicklung bei der BMW AG.

In der Kategorie „Nachhaltigste Innovationsleistung“ überzeugte die Vorwerk & Co. KG unter Ehrenvorsitz von Dr. Jörg Mittelsten Scheid. In der 130-jährigen Firmengeschichte des Familienunternehmens Vorwerk hat Dr. Jörg Mittelsten Scheid rund 40 Jahre als persönlich haftender Gesellschafter der Vorwerk Gruppe maßgeblich zu der Entwicklung und Beibehaltung der Unternehmensgrundsätze beigetragen. Vorwerk steht für Nachhaltigkeit in zwei besonders wichtigen unternehmerischen Dimensionen: der kontinuierlichen Innovationsleistung in mittelständischen Strukturen und der konsequenten Umsetzung der Innovationen für die Kunden. Laudator Andrej Kupetz, Hauptgeschäftsführer des Rat für Formgebung/German Design Council in Frankfurt am Main und studierter Industriedesigner, würdigte die Erfolgsgeschichte der Vorwerk & Co. KG.

Die Dieselmedaille für die  „Beste Innovationsförderung“ wurde an die Stiftung Jugend forscht e.V. vergeben. Jugend forscht leistet seit fast 50 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Identifizierung und Ausschöpfung der Begabungspotenziale in Deutschland. Die bundesweit jährlich mehr als 100 Wettbewerbe sensibilisieren die Gesellschaft für das Thema Nachwuchsförderung. Den Preis nahm Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V., entgegen. Die Laudatio wurde gehalten von Dr. Georg Pachta-Reyhofen, Sprecher des Vorstands der MAN SE. Die MAN Gruppe ist Hauptsponsor der Dieselmedaillenverleihung 2013.

In der vierten Kategorie „Beste Medienkommunikation“ setzte sich das TV-Kurzformat „Wissen vor acht“ des Vorabendprogramms der ARD durch. Ranga Yogeshwar moderierte 185 Folgen bis 2011 in einem eigenständigen Setdesign in der alten Maschinenhalle des Gründer- und Technologiezentrums in Solingen.  Die Sendung wird seit dem von der WDR mediagroup in Köln weiter betreut, ausgebaut und in alle medialen Kanäle vermarktet. Dr. Eckart von Hirschhausen würdigte in seiner Laudatio unter anderem den hohen qualitativen Anspruch des öffentlich-rechtlichen Sendeformats.

DIE- Vorstand Dr. Heiner Pollert betonte in seiner Begrüßungsrede die ständig wachsende Bedeutung einer kontinuierlichen Förderung der Innovationskultur: „60 Jahre Dieselmedaille – das heißt 60 Jahre konsequente Förderung von Erfindung und Innovation in  Deutschland. In den vergangenen Jahrzehnten wurde die begehrte Auszeichnung an über 400 Preisträger verliehen,  an zahlreiche Gründerväter und Protagonisten des deutschen Wirtschaftswunders und Persönlichkeiten, die mit der Verwirklichung ihrer Ideen die Weichen für die international bewunderte Wirtschafts- und Innovationskraft Deutschlands gestellt haben. Als ältester Innovationspreis Deutschlands stehen wir auch weiterhin in der Verantwortung, die Gesellschaft dafür zu sensibilisieren, dass wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand in unserem Land zunehmend von der Fähigkeit abhängen, vorhandenes Wissen schnell in innovative, gewinnbringende Konzepte und Produkte umzusetzen.“

Die Unterstützer der Dieselmedaille 2013 sind die MAN Gruppe (Hauptsponsor), Rittal und MultiLing. Schirmherr ist das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie. Langjähriger Kooperationspartner ist der Bundesverband mittelständische Wirtschaft e.V. (BVMW).

Die gesamte Veranstaltung zum Nachverfolgen

Begrüßungen

 

Verleihung der Dieselmedaille in der Kategorie Beste Innovationsförderung

 

Verleihung der Dieselmedaille in der Kategorie Beste Medienkommunikation

 

Kabarett von und mit „Vince Ebert“

 

Verleihung der Dieselmedaille in der Kategorie Nachhatligste Innovationsleistung 

 

Verleihung der Dieselmedaille in der Kategorie Erfolgreichste Innovationsleistung

Bildergalerie

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Im Vorfeld der sechzigsten Verleihung der Dieselmedaille, Deutschlands ältestem Innovationspreis, ist nun auch eine Dissertation an der Philosophischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München entstanden.

Die Münchener Ingenieurin und Patentanwältin Dr. Claudia Gatzert hat mit ihrer Abhandlung „Die Dieselmedaille – Über Ursprung und Entwicklung einer privaten Erfinderauszeichnung im Lichte bundesdeutscher Erfinderförderpolitik“ eine bisher einzigartige Chronologie der Dieselmedaille von ihrer Entstehung im Jahr 1952 bis in die 80er Jahre nachgezeichnet.
Gatzert belegt dabei unter anderem schlüssig, dass 1952 mit der Dieselmedaille ein in Deutschland einmaliges Instrument zur Förderung und Anerkennung von Erfindern geschaffen wurde, das aus rein privater Initiative heraus entstand. Eine zur gleichen Zeit geplante „Bundes-Erfindermedaille“ scheiterte am politischen Willen, so dass die private Initiative als erste Maßnahme für eine konkrete Unterstützung des Innovationsgedankens in Deutschland nach dem Krieg verstanden werden muss.
Auch standen in keinem der drei untersuchten Verleihungszeiträume die technologischen Entwicklungen oder große „Erfinderschmieden“ (die Großindustrie) im Vordergrund, sondern stets das innovativ tätige Individuum: der Einzelerfinder, Arbeitnehmer- oder Unternehmererfinder.
Dieser Tradition bleibt die Dieselmedaille auch im 60sten Jahr ihrer Verleihung treu, wenn am 29. November die vier Kategorien „Erfolgreichste Innovationsleistung“, „Nachhaltigste Innovationsleistung“, „Beste Innovationsförderung“ und „Beste Medienkommunikation“ im Ehrensaal des Deutschen Museums in München im Beisein von 200 Gästen prämiert werden. DIE-Vorstand Dr. Heiner Pollert betont: „Auch in diesem Jahr verleihen wir die renommierteste Auszeichnung, die es in Erfinderkreisen gibt an Persönlichkeiten, die sich um die Innovationskultur in diesem Land ganz besonders verdient gemacht haben. In dieser Tradition steht die Dieselmedaille seit mehr als einem halben Jahrhundert.“
Die Dissertation von Claudia Gatzert wird demnächst als Buch erhältlich sein, Bestellungen nimmt das Deutsche Institut für Erfindungswesen bereits jetzt entgegen.

Der WirtschaftsKurier über die Nominierten in der Kategorie “Nachhaltigste Innovationsleistung”

Dieselmedaille: Neue Erfindungen wie das leichteste Material der Welt gehören ebenso dazu wie das Bierbrauen oder die Produkte von Vorwerk oder ZF Friedrichshafen: Die Kandidaten in der Kategorie „Nachhaltigste Innovationsleistung“ kommen aus ganz verschiedenen Bereichen.

Mit lebendig gewordenen Daniel Düsentriebs verglich einmal der Kabarettist Ottfried Fischer die Gewinner der Dieselmedaille. Doch im Gegensatz zu dem genialen Erfinder aus Entenhausen sind die Träger der anerkannten Auszeichnung sehr erfolgreich. Denn das ist eine Voraussetzung für den Erhalt des Preises, mit dem sie in die Fußstapfen von so bekannten Erfindern wie Wernher von Braun oder Gottlob Bauknecht treten. Die Nominierungen für die Dieselmedaille, die in diesem Jahr ihr 60. Bestehen feiert, hat das Deutsche Institut für Erfindungswesen bereits bekannt gegeben. Die Preisverleihung erfolgt am 29. November 2013 im Deutschen Museum in München. Im Folgenden stellen der Wirtschaftskurier die vier Kandidaten in der Kategorie „Nachhaltigste Innovationsleistung“ vor (s. PDF zum Download).

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Artikel “Fast wie Luft” aus WirtschaftsKurier Ausgabe November/Dezember 2013

 

Die MAN Gruppe wird Hauptsponsor im 60sten Jahr der Verleihung der Dieselmedaille, Deutschlands ältestem Innovationspreis.

MAN und Rudolf Diesel, den Namensträger des Innovationspreises, verbindet eine untrennbare Historie. In seiner frühen Entwickler-Phase fand Diesel Kontakt zu Heinrich von Buz, dem damaligen Generaldirektor der Maschinenfabrik Augsburg , aus der im Jahr 1908 die M.A.N. Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg hervorging. Ab 1893 entwickelte Diesel mit Unterstützung von MAN-Ingenieuren  in Augsburg den Dieselmotor. Am 10. August 1893 lief der erste Prototyp des neuen Motors aus eigener Kraft. 1897 schließlich kam der Durchbruch: Der erste funktionsfähige Dieselmotor wurde der Fachwelt präsentiert.

„Weit über 90 Prozent aller weltweit transportierten Güter werden mit Hilfe des Dieselmotors bewegt: Zum Beispiel auf riesigen Containerschiffen, mit Hilfe von Lkw oder auf der Schiene.  Dies zeigt die Einzigartigkeit von Rudolf Diesels Erfindung und seine hohe Innovationskraft“, sagt Dr. Pachta-Reyhofen, Vorstandssprecher der MAN SE. „Wir freuen uns, mit unserem Engagement für die Dieselmedaille den Erfinder Rudolf Diesel zu ehren und uns gleichzeitig für Innovationen und ihre Förderung einzusetzen.“

„Mit MAN ist es uns gelungen, eine weltweit bekannte Unternehmensmarke mit der Verleihung der Dieselmedaille zu verbinden. Dieser Erfolg hilft uns enorm bei unserem Anliegen, das schöpferische Wirken von Erfindern und die wirtschaftlich erfolgreiche Umsetzung von Ideen einer breiten Bevölkerungsschicht bekannt zu machen“, so Dr. Heiner Pollert, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Instituts für Erfindungswesen e.V., das die Verleihung der Dieselmedaille ausrichtet.

Die diesjährigen Dieselmedaillen in den vier Kategorien  „Beste Innovationsleistung“, „Nachhaltigste Innovationsleistung“, „Beste Medienkommunikation“ und „Beste Innovationsförderung“ werden am 29. November 2013 im Ehrensaal des Deutschen Museums vor geladenen Gästen aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Medien verliehen.

 

Über MAN
Die MAN Gruppe ist eines der führenden Nutzfahrzeug-, Motoren- und Maschinenbauunternehmen Europas mit jährlich rund 15,8 Mrd. € Umsatz und weltweit etwa 54 300 Mitarbeitern. MAN ist Anbieter von Lkw, Bussen, Dieselmotoren, Turbomaschinen sowie Spezialgetrieben und hält in allen Unternehmensbereichen führende Marktpositionen. MAN blickt auf eine mehr als 250 Jahre währende Unternehmensgeschichte zurück.

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